Buchhandel trifft Verlag: Plädoyer für einen »Neuen Buchhandel«

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Stehen wir vor einer großen Umwälzung, einer technikgetriebenen Revolution, die die gesamte Buchbranche radikal verändern wird? Die Frage wird mehr oder weniger vehement bejaht und neu ist: Es gibt zahlreiche Initiativen, diesen Wandel aktiv zu gestalten. BUY LOCAL, Pläne zur Tolino-Allianz, der Aufbau einer Metadatenbank durch die MVB sind nur einige Stichworte, die aktuell in den Branchenmedien diskutiert werden. Über 50 VertreterInnen aus Verlagen und Buchhandlungen fanden sich am Donnerstag in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung ein, um sich über die unterschiedlichen Antworten auf diese Entwicklung auszutauschen. Was benötigen Verlage und was Buchhandlungen, um auf dem Markt bestehen zu können? Oder vielleicht ist es treffender zu fragen: Was erwarten deren Kundinnen und Kunden?

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Zum Einstieg ins Thema erläuterte der Buch- und Medienversandhändler René Kohl, seine »Fünf Punkte für einen Neuen Buchhandel«, die hier nachzulesen sind. Volker Oppmann, Gründer von textunes, heute Verleger von Onkel & Onkel, skizzierte daran anschließend sein neues Projekt: eine vernetzte Universalbibliothek, die Inhalte anbietet und allen Interessengruppen ermöglicht, direkt in Interaktion zu treten.
Der Clou: Die unter dem Namen »Log.os« firmierende Einrichtung soll eine gemeinnützige Organisation werden, die nicht auf Gewinnmaximierung abzielt sondern einen vielfältigen, unabhängigen Literaturbetrieb fördert.

So viel Zukunft fordert Fragen heraus, die auch zahlreich aus dem Publikum gestellt wurden. Deutlich wurde dabei: Sowohl Verlage als auch Buchhandlungen haben einen langen, gemeinsamen (!) Weg vor sich, um heutige und künftige User für sich zu gewinnen.