Verleihung des THEO 2012

Aus 350 Einsendungen haben sie sich besonders hervorgetan: Die 14 Nominierten für den THEO-Literaturpreis. Vor rund 200 Besucherinnen und Besuchern haben die jungen Autorinnen und Autoren ihre Texte zum Thema MASCHINEN am Sonntag, den 22. April 2012, in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg präsentiert.

 

Alle Texte zeichneten sich durch ein hohes Formbewusstsein aus, bemerkte die Jury unter der Leitung der Autorin Anja Tuckermann. Die nominierten Autorinnen und Autoren haben genau überlegt, wie sie ihre Geschichten erzählen: Welche Perspektive benutze ich? Welche Sprache wähle ich, wenn ich mich in Maschinen hineinversetze? Dabei sei es besonders wichtig, so die Jury-Vorsitzende Anja Tuckermann, dass man sich nicht anpasst, sondern eine eigene Sprache für eigene und neue Themen findet.

Da hatte es die Jury nicht leicht, sich für die vier Preisträger des THEO zu entscheiden. Trotzdem wurden Anile Tmava, Mara Spiekenheuer, Moira Frank und Jeruscha Strelow schließlich ausgezeichnet.

Anile Tmavas Text »Meine Geschichte« ist es gelungen in ganz kurzer Form und mit mehreren Schichten und Ebenen eine großartige Geschichte zu erzählen. Die Maschine im Menschen zu beschreiben, ist eine Art sich dem Thema MASCHINEN zu nähern. Anile Tmava – Preisträgerin Kategorie Prosa, 9-12 Jahre – ist sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Wie erfahren wir einen Menschen, der seine innere Maschine nicht mehr zum laufen bringt, dem das Benzin ausgeht?

Auch Mara Spiekenheuer, die THEO-Preisträgerin der Kategorie Prosa 13-15 Jahre hat sich mit ihrem Text »Maschinenarbeit« besonders durch den sensiblen Umgang mit dem Thema der Maschine im Menschen bei der Jury hervorgetan. Dabei hat sie den literarischen Ausschnitt aus einem Leben so gewählt, dass dem Leser oder der Leserin noch genug Raum bleibt, die Geschichte selbst weiterzudenken, so die Begründung der Jury-Vorsitzenden. Dies ist auch Moira Frank gelungen, die für ihren Text »Die Ankunft der Vögel« mit dem Prosa-THEO der Altersgruppe 15-19 Jahre ausgezeichnet wurde.

Ein großes Bewusstsein für Form ist auch in der Lyrik wichtig, so die Lyrikerin Daniela Seel bei der Bekanntgabe der Preisträgerin des Lyrik-THEO. Baue ich mein Gedicht in Strophen auf? Benutze ich Reime und wie gliedere ich die Zeilen? Wie klingt Sprache eigentlich? Diese formale Arbeit ist Jeruscha Strelow besonders gut gelungen, sie wurde deshalb mit dem THEO in der Kategorie Lyrik ausgezeichnet.

BB

Kommunikationsaufbau

Der THEO steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.

Wir danken der Stiftung KOMMUNIKATIONSAUFBAU für ihre finanzielle Unterstützung

Die Nominierten

Josua Schmitz (9 Jahre)
Viktorie Herold (11 Jahre)
Pauline Barner (12 Jahre)
Anile Tmava (13 Jahre)
Lilli Berger (13 Jahre)
Mara Spiekenheuer (14 Jahre)
Martha von Mechow (15 Jahre)
Jeruscha Strelow (15 Jahre)
Lilith Fichtmüller (15 Jahre)
Riccarda Kiel (16 Jahre)
Susanne Romanowski (16 Jahre)
Rudolf Nuss (17 Jahre)
Moira Frank (19 Jahre)
Maire Michael (19 Jahre)
 

Die Jury

Ute Bornefeld (Buchhändlerin)
Marion Mattekat (Direktorin Stadt- und Landesbibliothek Potsdam)
Daniela Seel (Lyrikerin, Verlegerin)
Natalie Tornai (Programmleiterin Bloomsbury Kinder- und Jugendbuch)
Anja Tuckermann (Schriftstellerin)
THEO-PreisträgerInnen 2011