Aus der Geschichte des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – Region Norddeutschland e.V.

Am 13. November 1859, einem Sonntag, bewegte sich durch die Straßen der guten und freien Stadt Hamburg ein prächtiger, langer Festzug. Einige hundert Bürger schritten zwischen Elbe und Alster einher. Sie verschafften sich diese feierliche Motion nicht etwa zu Ehren eines Kaufherrn. Sie gedachten des Dichters Schiller und seines hundertsten Geburtstages. Es kann daher nicht überraschen, daß es in diesem Festzug auch eine Gruppe “Literatur und Buchhandel“ gab.

Schillerumzug

An die 85 Buchhändler zogen mit. Gehilfe Bruno Meyer aus Königsberg trug die Standarte. Es wandelten zu seiner Rechten Prinzipal Prall, zu seiner Linken Gehilfe Rothe. Man trug Zylinder, man machte festliche Figur in geschlossener Gruppe. Damit aber auch hier die für den Buchhandels unerläßliche Erscheinung des Außenseiters nicht fehle, schritt ein Herr ohne festlichen Hut auf der weißen Mähne
                                                                     außerhalb: Julius Campe.

Die Vorbereitungen zur Schiller-Feier führten zur Gründung des Hamburg-Altonaer Buchhändlervereins, dem Vorläufer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – Region Norddeutschland e. V.

21.02.1860
Gründung des Hamburg-Altonaer Buchhändlervereins ( 23 Buchhändler )

08.05.1879
Gründung des Buchhändler-Verbandes “Kreis Norden“
Der Kreis Norden umfaßte damals die Herzogtümer Schleswig-Holstein und Lauenburg, das Fürstentum Lübeck, die Großherzogtümer Mecklenburg - Schwerin und – Strelitz, die Hansestädte Hamburg, Lübeck und Bremen, die hannoverschen Landdrosteien Lüneburg und Stade, sowie Altona.

1935
Auflösung aller buchhändlerischen Verbände mit Ausnahme des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Leipzig nach Errichtung der Reichsschrifttumskammer.

21.06.1945
Die britische Militärregierung erteilt die Genehmigung zur Gründung eines Buchhändlerverbandes

09.08.1945
Gründung des Norddeutschen Buchhändler-Verbandes

17.03.1948
Eine Außerordentliche Hauptversammlung beschließt die vorgeschlagene Namensänderung in: “Norddeutscher Verleger- und Buchhändler-Verband“

03.06.1950
Der 1. Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird in Hamburg an Max Tau vergeben

ab 1951
Macht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Preis zu einer Stiftung des gesamten Börsenvereins und verleiht ihn 1951 in der Paulskirche an Albert Schweitzer.

1974
Einführung des Blockunterrichts für Buchhandels- Auszubildende in Schleswig-Holstein und Gründung der Landesberufsschule in Malente-Gremsmühlen.

1991
Die außerordentliche Hauptversammlung am 10. April 1991 in Hamburg, schafft durch eine Satzungsänderung die Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft von Verlagen und Buchhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern im NVBV.

1995
Gründung des Arbeitgeberverbandes der Verlage und Buchhandlungen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. (Ausgliederung der sozialpolitischen Aufgaben des Norddeutschen Verleger- und Buchhändlerverbandes in einen selbständigen tariffähigen AGV)

2002
Die 57. ordentliche Hauptversammlung beschließt eine Satzungsänderung zur Gründung eines Gesamtvereins.

2003
Ab 01. Januar firmiert der Norddeutsche Verleger- und Buchhändlerverband unter: Börsenverein des Deutschen Buchhandels - Region Norddeutschland e. V.