Bankenkonferenz

Bankenkonferenz

Die Buchbranche ist an vielen Stellen anders organisiert als die übrigen Branchen. Das erschwert häufig den Dialog mit Bank- und Kreditinstituten, die die Geschäftszahlen von Verlagen und Buchhandlungen schwer einordnen können. Um an dieser Stelle Abhilfe zu schaffen, hat der Landesverband Berlin-Brandenburg am 20. Oktober 2011, zum zweiten Mal nach 2008, eine Bankenkonferenz ausgerichtet. Eingeladen wurden Vertreter verschiedener Banken, speziell diejenigen, die für unsere Mitgliedsunternehmen beratend tätig sind. Sieben BankmitarbeiterInnen sind dieser Einladung gefolgt.

Bankenkonferenz1© Landesverband Berlin-Brandenburg

Detlef Bluhm, Geschäftsführer des Landesverbandes, wies in seinem Grußwort darauf hin, dass die Branche sich in einem Wandlungsprozess befindet, der viel Potential birgt. Es folgten drei kurze Vorträge. Den Anfang machte Klaus Kämpfe-Burghardt, Geschäftsführer der Ueberreuter Verlagsgruppe. Er erläuterte ganz allgemein, welche Rechte ein Verlag an einem Text erwirbt und wie eine Preiskalkulation aussieht. Zudem informierte er über die Chancen und Risiken, die mit dem Verkauf von Büchern einhergehen.

Den zweiten Vortrag übernahm Ulrich Hopp, Verleger des be.bra Verlags. Er stellte die unterschiedlichen Geschäftsbereiche, die mehr umfassen als die reine Buchproduktion, am Beispiel seines Verlages vor. Als Verleger arbeitet er eng mit Kooperationspartnern zusammen, organisiert Veranstaltungen und ist immer auf der Suche nach neuen Buchideen. Zum Schluss sprach Ines Krüger, Inhaberin des Bücherecks Baumschulenweg, über die Gründung ihrer Buchhandlung und darüber, welche Leistungen in einer modernen Buchhandlung für Kunden erbracht werden. Ein solches Unternehmen zeichnet sich vor allem durch hohe Beratungskompetenz und umfassenden Service aus.

Bankenkonferenz2© Landesverband Berlin-Brandenburg

Im Anschluss an die Vorträge wurde in einem lebhaften Gespräch diskutiert, wie die Zusammenarbeit zwischen Banken und Akteuren der Buchbranche aussehen kann. Die BankmitarbeiterInnen waren überrascht, dass die Zeitspanne zwischen dem ersten Autorenvorschuss bis zur Auslieferung des Buches oft mehrere Jahre beträgt. Auch die Abrechnungsmodalitäten in einer Buchhandlung waren vielen neu. So konnte im Gespräch Verständnis für die Bedürfnisse der Branche geschaffen werden. Der Abschlussappell der BankmitarbeiterInnen lautete: Erläutern Sie uns möglichst genau, wie Ihr Unternehmen funktioniert. Das erhöht die Chancen auf einen Kredit erheblich. Und: Fordern Sie uns ruhig!

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